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Ausgabe vom 23.11.2010
"Wunschpartner" entwickelt Castelnau

Die Kaserne Castelnau in Feyen/Weismark ist nach Castelforte in Trier-Nord und Belvédère auf dem Petrisberg die letzte große Aufgabe der militärischen Konversion in Trier. Die alten Gebäude sollen zum Teil saniert und zu Wohnzwecken genutzt werden

Die Stadt hat die seit über zehn Jahren verlassene Kaserne Castelnau in Feyen/Weismark an die Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) verkauft. Auf dem 34 Hektar großen Areal soll ein Wohngebiet mit Nahversorgungszentrum für den gesamten Stadtteil entstehen. Die städtebaulichen Ziele des Mammutprojekts sollen demnächst in einem Vertrag zwischen dem Rathaus und der EGP festgezurrt werden.

Den Eckpunkten des Vertragsentwurfs hat der Stadtrat mit den Stimmen von CDU, SPD, FWG und FDP bei Enthaltung der Grünen und der Linken und einer Nein-Stimme der NPD zugestimmt. Demnach soll das neue Wohngebiet als Bindeglied die Ortsteile Feyen, Weismark und Grafschaft zusammenführen. Ein wichtige Rolle spielt dabei das Nahversorgungszentrum mit Vollsortimenter, Lebensmitteldiscounter sowie kleineren Geschäften und Dienstleis-tungsbetrieben.

Mix der Wohnformen

Beim Wohnungsbau setzen die Vertragspartner auf einen bunten Mix, um möglichst viele Zielgruppen anzusprechen: Denkbar sind Eigentums- und Mietwohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Neubauten und der Erhalt eines Teils der Kasernenbauten. Auch der soziale Wohnungsbau soll eine Rolle spielen.

Energetisch soll sich das neue Quartier durch Nutzung regenerativer Quellen so weit wie möglich selbst versorgen. Der Wald, der fast die Hälfte von Castelnau ausmacht, soll weitgehend erhalten bleiben und als Naherholungsgebiet für die Bewohner genutzt werden. Nach Vertragsabschluss wird die EGP die städtebaulichen Ziele in einem Rahmenplan konkretisieren.

Grüne fordern Wettbewerb

Mit großer Mehrheit abgelehnt wurde ein Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Darin wurde unter anderem ein städtebaulicher Wettbewerb, die Beteiligung der EGP an Kindergärten und Jugendtreffs, ein Mindestanteil von 20 Prozent Sozialwohnungen, eine hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien und ein stadtteilbezogenes Mobilitätskonzept gefordert. Unterstützung fand der Vorstoß nur bei den beiden Vertretern der Linken. Dagegen fand Udo Köhler (CDU), die Stadt könne sich „glücklich“ schätzen, dass die EGP die vertraglichen Vorgaben in ihrer jetzigen Form akzeptiert habe. Rainer Lehnart (SPD), Ortsvorsteher von Feyen/Weismark, bezeichnete die EGP als „Wunschpartner“ und warnte davor, den städtebaulichen Vertrag durch zusätzliche Forderungen zu gefährden. Für die FWG-Fraktionsvorsitzende Christiane Probst sind die Zusätze der Grünen „kontraproduktiv“ für die Entwicklung des Quartiers.

Die jetzt festgelegten städtebaulichen Ziele für Castelnau orientieren sich am Stadtteilrahmenplan von 2003 und an den Ergebnissen des von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani initiierten Workshops im Mai. Daran hatten neben der EGP Vertreter der Stadtratsfraktionen, des Ortsbeirats und aller Dezernate des Rathauses teilgenommen.